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    Künstliche Intelligenz

    Demographic Parity

    Auch bekannt als:
    Statistische Parität
    Gruppenunabhängigkeit
    Independence Criterion
    Aktualisiert: 11.2.2026

    Fairness-Kriterium: Ein Modell erfüllt Demographic Parity, wenn die Vorhersage-Raten (z.B. Approval-Rate) über alle geschützten Gruppen gleich sind.

    Kurz erklärt

    Demographic Parity fordert gleiche Vorhersage-Raten für alle Gruppen – die einfachste Fairness-Metrik, aber blind für tatsächliche Qualifikationen.

    Erklärung

    Demographic Parity fordert: P(Ŷ=1|A=a) = P(Ŷ=1|A=b) für alle Gruppen a, b. Die Vorhersage soll unabhängig vom geschützten Merkmal sein. Einfach zu messen und zu kommunizieren, aber ignoriert Ground Truth.

    Relevanz für Marketing

    Häufig als erste Fairness-Überprüfung genutzt. Besonders relevant wenn Ground Truth selbst biased sein könnte (z.B. historische Hiring-Daten).

    Häufige Fallstricke

    Ignoriert Qualifikations-Unterschiede (kann zu "Reverse Discrimination" führen). Mathematisch inkompatibel mit Equalized Odds. Kann die "am wenigsten qualifizierten" einer Gruppe bevorzugen.

    Entstehung & Geschichte

    Demographic Parity hat Wurzeln im US-Bürgerrechtsdiskurs und der 80%-Regel der EEOC. In ML formalisiert durch Dwork et al. (2012). Die Impossibility-Theoreme zeigten fundamentale Grenzen.

    Abgrenzung & Vergleiche

    Demographic Parity vs. Equalized Odds

    Demographic Parity fordert gleiche Raten ohne Blick auf Ground Truth; Equalized Odds fordert gleiche Fehlerquoten unter Berücksichtigung der tatsächlichen Labels.

    Demographic Parity vs. Individual Fairness

    Demographic Parity ist gruppenbasiert; Individual Fairness fordert, dass ähnliche Individuen ähnlich behandelt werden.

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