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    Künstliche Intelligenz

    Equalized Odds

    Auch bekannt als:
    Gleichverteilte Fehlerquoten
    Conditional Parity
    Separation
    Aktualisiert: 11.2.2026

    Fairness-Kriterium: Ein Modell erfüllt Equalized Odds, wenn True Positive Rate und False Positive Rate über alle geschützten Gruppen gleich sind.

    Kurz erklärt

    Equalized Odds fordert gleiche Fehlerquoten (TPR/FPR) über alle Gruppen – strenger als Demographic Parity, aber mathematisch oft inkompatibel damit.

    Erklärung

    Anders als Demographic Parity berücksichtigt Equalized Odds das tatsächliche Label (Ground Truth). Es fordert: Bei gleichem tatsächlichen Outcome sollen alle Gruppen gleich behandelt werden. Relaxierte Version: Equal Opportunity (nur TPR gleich).

    Relevanz für Marketing

    Relevanter Fairness-Standard für Hochrisiko-Entscheidungen: Kredit-Scoring, Hiring, medizinische Diagnose – wo falsche Ergebnisse je nach Gruppe nicht unterschiedlich häufig sein sollten.

    Häufige Fallstricke

    Mathematisch inkompatibel mit Demographic Parity (außer bei perfektem Modell oder gleichen Basisraten). Braucht Ground Truth Labels – die selbst biased sein können.

    Entstehung & Geschichte

    Hardt, Price & Srebro definierten Equalized Odds 2016 (NeurIPS). Die Impossibility-Theoreme (Chouldechova 2017, Kleinberg et al. 2016) zeigten, dass verschiedene Fairness-Definitionen nicht gleichzeitig erfüllt werden können.

    Abgrenzung & Vergleiche

    Equalized Odds vs. Demographic Parity

    Demographic Parity ignoriert Ground Truth; Equalized Odds berücksichtigt das tatsächliche Label und fordert gleiche Fehlerquoten.

    Equalized Odds vs. Calibration

    Calibration fordert gleiche Wahrscheinlichkeits-Bedeutung über Gruppen; Equalized Odds fordert gleiche Fehlerquoten.

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