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    Künstliche Intelligenz

    Algorithmic Impact Assessment

    Auch bekannt als:
    Algorithmische Folgenabschätzung
    AIA
    AI Impact Assessment
    KI-Folgenabschätzung
    Aktualisiert: 11.2.2026

    Systematische Bewertung der potenziellen Auswirkungen eines algorithmischen Systems auf Individuen, Gruppen und die Gesellschaft vor und während des Einsatzes.

    Kurz erklärt

    Algorithmic Impact Assessments bewerten KI-Risiken für Individuen und Gesellschaft systematisch – vom EU AI Act für Hochrisiko-AI gefordert.

    Erklärung

    Analog zu Datenschutz-Folgenabschätzungen (DPIA). Prüft: Welche Gruppen sind betroffen? Welche Risiken bestehen (Diskriminierung, Privatsphäre, Autonomie)? Welche Mitigationsmaßnahmen gibt es? Kanada hat als erstes Land eine verpflichtende AIA für Regierungs-AI eingeführt.

    Relevanz für Marketing

    EU AI Act fordert Impact Assessments für Hochrisiko-AI. Proaktive AIAs reduzieren rechtliches Risiko und bauen Stakeholder-Vertrauen.

    Häufige Fallstricke

    AIAs als Bürokratie statt echte Risikoanalyse. Fehlende Einbeziehung betroffener Gruppen. Einmal erstellt und nie aktualisiert.

    Entstehung & Geschichte

    Kanadas Directive on Automated Decision-Making (2019) führte die erste verpflichtende AIA ein. EU AI Act (2024) formalisierte Fundamental Rights Impact Assessments. Raji et al. (2020) schlugen interne Audit-Frameworks für Unternehmen vor.

    Abgrenzung & Vergleiche

    Algorithmic Impact Assessment vs. AI Audit

    AIA ist prospektiv (vor Deployment); AI Audit ist retrospektiv (prüft bestehende Systeme).

    Algorithmic Impact Assessment vs. DPIA (Datenschutz-Folgenabschätzung)

    DPIA fokussiert auf Datenschutz-Risiken; AIA deckt breitere Risiken ab (Fairness, Autonomie, gesellschaftliche Auswirkungen).

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