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    Künstliche Intelligenz

    Selective Prediction

    Auch bekannt als:
    Selektive Vorhersage
    Abstention
    Reject Option
    Aktualisiert: 11.2.2026

    Ein Ansatz, bei dem ein Modell unsichere Vorhersagen verweigert und an Menschen oder andere Systeme delegiert.

    Kurz erklärt

    Selective Prediction lässt Modelle unsichere Vorhersagen verweigern – besser "ich weiß nicht" sagen als falsch antworten.

    Erklärung

    Selective Prediction nutzt Konfidenz-Schwellenwerte oder gelernte Reject-Funktionen. Das Modell antwortet nur, wenn es sich sicher genug ist – Risiko-Coverage-Trade-off wird explizit gesteuert.

    Relevanz für Marketing

    Für Chatbots und Support-AI: Lieber an einen Menschen eskalieren als falsch antworten – reduziert Hallucination-Risiko und steigert Vertrauen.

    Beispiel

    Ein medizinischer Diagnose-Chatbot antwortet bei Unsicherheit: "Ich bin mir nicht sicher genug – bitte konsultieren Sie einen Arzt."

    Häufige Fallstricke

    Zu hoher Schwellenwert → zu viele Abstentions (schlechte UX); zu niedriger → falsche Antworten passieren. Schwellenwert muss pro Segment tuned werden.

    Entstehung & Geschichte

    Chow (1970) führte die Reject Option für Classifier ein. El-Yaniv & Wiener (2010) formalisierten den Risk-Coverage-Trade-off. Mit LLMs wurde Selective Prediction ab 2023 durch Abstention-Mechanismen neu relevant.

    Abgrenzung & Vergleiche

    Selective Prediction vs. Guardrails

    Guardrails filtern nach der Generierung; Selective Prediction entscheidet vor der Ausgabe, ob überhaupt geantwortet wird.

    Selective Prediction vs. Human-in-the-Loop

    HITL involviert Menschen immer; Selective Prediction eskaliert nur bei Unsicherheit – effizienter bei hohem Volumen.

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