DSGVO
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (seit 2018), die einheitliche Regeln für die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen festlegt und betroffenen Personen umfassende Rechte einräumt.
Marketing-KI benötigt oft personenbezogene Daten für Personalisierung, Segmentierung und Predictive Analytics.
Erklärung
Die DSGVO basiert auf Prinzipien wie Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung und Integrität. Für KI-Marketing besonders relevant: Profiling-Vorschriften (Art. 22), Informationspflichten bei automatisierten Entscheidungen, Recht auf Erklärung und Widerspruch. Die Verordnung gilt für alle Unternehmen, die EU-Bürger-Daten verarbeiten.
Relevanz für Marketing
Marketing-KI benötigt oft personenbezogene Daten für Personalisierung, Segmentierung und Predictive Analytics. Die DSGVO bestimmt, welche Daten wie genutzt werden dürfen, wann Einwilligung erforderlich ist und wie transparent KI-Entscheidungen sein müssen.
Beispiel
Ein Reiseanbieter nutzt KI zur Preispersonalisierung. DSGVO-konform: Nutzer informieren, dass Preise individuell berechnet werden, Rechtsgrundlage dokumentieren (berechtigtes Interesse oder Einwilligung), Widerspruchsmöglichkeit bieten.
Häufige Fallstricke
Consent-Fatigue führt zu ungültigen Einwilligungen. Fehlende Dokumentation der Datenverarbeitung in KI-Pipelines. Vergessene Löschpflichten bei trainierten Modellen (Right to be Forgotten).
Entstehung & Geschichte
DSGVO ist ein etablierter Begriff im Bereich Daten & Analytics. Das Konzept hat sich mit der zunehmenden Bedeutung von KI und datengetriebenen Methoden weiterentwickelt.